Frühkindliche Reflexe

Beschreibung und Auswirkungen

Wir brauchen sie wie die Wurzeln bei einem Baum.

Was sind frühkindliche Reflexe?

Ein Reflex ist eine unwillkürliche, gleichartige Reaktion auf einen bestimmten Reiz. Es gibt unterschiedliche Reflexe, die für unseren Körper wichtig sind und uns schützen. Wie z.B. der Lidschlussreflex, als Schutzmechanismus des Auges. 

Die ersten Reflexe, sind die frühkindlichen Reflexe. Sie beginnen im Mutterleib, helfen bei der Geburt und sind in der frühsten Kindheit aktiv. Durch die unterschiedlichen frühkindlichen Reflexe kommen wir erst in Bewegung. Sie sind oftmals voneinander abhängig, um für bestimmte Aufgaben in Ihre Aktivität zu kommen und integrieren sich bis spätestens zum dritten Lebensjahr. 

Diagramm der motorischen Entwicklung von Säuglingen von 1 bis 12 Monaten, illustriert in einfachen Strichzeichnungen.

Sie regen unser Nervensystem an, wodurch sich Nervenverbindungen zum Gehirn bilden. Das Gehirn kann sich entwickeln. Diese Reflexe sorgen für den Aufbau der Muskelspannung. Sie sind für die Entwicklung der Gleichgewichtssinne, dem Zusammenspiel der Sinne und der Bewegung wichtig. Wir lernen durch sie Raum und Zeit einzuordnen, auch die Grob- und Feinmotorik zu nutzen, sowie die Impulskontrolle und vieles mehr. Zusammengefasst sind sie unser Fundament des Lebens. 

Illustration eines menschlichen Gehirns mit neuronalen Verbindungen, die elektrische Impulse darstellen.

Wenn alles gut läuft, ist unser Grundstein gelegt. Wie bei einem Baum, wo sich die Wurzeln gefestigt haben und das Blätterwerk wachsen und sich entfalten kann. Leider kommt es immer häufiger vor, dass die Reflexintegration auf natürliche Weise nicht abgeschlossen wird und es Restreaktionen der frühkindlichen Reflexe bleiben.  Der Reifungsprozess, sowohl motorisch als auch neuronal, ist damit noch nicht ganz abgeschlossen. Die unwillkürlichen Bewegungsmuster hören nicht auf. Es entsteht ein Ungleichgewicht. Das kostet nicht nur viel Kraft und Energie, sondern kann auch einen enormen Einfluss auf das spätere Lern- und Verhalten haben. 

Ein einzelner Baum mit ausgedehnten Wurzeln in einer malerischen Landschaft bei Sonnenaufgang, im Hintergrund ein Fluss und sanfte Hügel.

Das Gute ist, hier kann in jedem Alter noch aufgesetzt werden, da die Reflexintegration evolutionär gespeichert ist. Wir arbeiten mit der KinFlex® Reflextherapie, um die frühkindlichen Reflexe zu entstressen und zentrieren. Die Nachreifung kann damit auch Jahre später sowohl auf der motorischen Ebene, als auch auf der neuronalen Ebene nachgeholt werden. 

Eine Gruppe von Erwachsenen und Kindern posiert in einer humorvollen Weise im Freien vor Bäumen. Einige Paare halten einander oder tragen ihre Kinder. Ein Mädchen zeigt Daumen hoch. Die Stimmung ist fröhlich und entspannt.

Schul- Lernprobleme

  • Schreiben, Lesen und/oder Rechnen ist schwierig 

  • Konzentration auf das Wesentliche fehlt 

  • Motivationslosigkeit bei den Hausaufgaben 

  • Arbeitstempo ist sehr langsam 

  • Buchstaben werden verdreht 

  • Stifthaltung ist verkrampft

Nachdenkliches Mädchen mit Fragezeichen, Bücher und Notizblöcke auf einem Tisch, unsicher über eine Aufgabe oder ein Thema.

Motorische Probleme

  • Ungeschicktheit 

  • Fein- und Grobmotorisch 

  • Lernen von Brustschwimmen fällt schwer 

  • Ballfangen fällt schwer

  • langsames Balancieren

  • Beim Fahrradfahren: In der Spur bleiben, bei Kopfdrehung

Fünf Kinder mit Taucherbrillen spielen unter Wasser im Pool.

Auffälliges Verhalten

  • Fehlende Impulskontrolle (z.B. Wutanfälle) 

  • Hyperaktivität 

  • sehr ängstlich und/oder klammert gern 

  • nässt noch über das fünfte Lebensjahr ein

  • sehr in sich gekehrt, schüchtern und kann niemanden in die Augen gucken

Ein Junge in einem grünen T-Shirt, der nachdenklich schaut und seinen Kopf auf eine Hand stützt, sitzt vor einem offenen Notizbuch.

Beschreibung der einzelnen
frühkindlichen Reflexe